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November 2, 2026

Wärmepumpen-Datenblatt richtig lesen: A7/W35, A7/W55, COP und Heizleistung

Conținut tehnic ECO-TECPublicat

Die kW-Angabe im Produkttitel reicht für die Auswahl einer Wärmepumpe nicht aus. Die verfügbare Heizleistung hängt von der Außenlufttemperatur, der benötigten Vorlauftemperatur und den Prüfbedingungen ab. Zwei Leistungswerte sind nur dann sinnvoll vergleichbar, wenn sie unter gleichwertigen Bedingungen ermittelt wurden.

Was bedeutet A7/W35?

A7/W35 bezeichnet einen Betriebspunkt: A7 steht für Außenluft mit +7°C, W35 für eine Wasseraustrittstemperatur von 35°C. Weder die Raumtemperatur noch das durchschnittliche Winterklima werden damit beschrieben. W35 ist bei Niedertemperatursystemen verbreitet; die tatsächlich notwendige Vorlauftemperatur muss jedoch für das jeweilige Gebäude bestimmt werden.

Was ändert sich bei A7/W55?

Bei A7/W55 beträgt die Außenlufttemperatur ebenfalls +7°C, die Wasseraustrittstemperatur aber 55°C. Dieser Punkt ist insbesondere bei Heizkörperanlagen interessant. Eine höhere Wassertemperatur kann die lieferbare Leistung und die elektrische Leistungsaufnahme beeinflussen. Ein Wert bei A7/W35 sollte deshalb nicht direkt mit einem Wert eines anderen Geräts bei A7/W55 verglichen werden.

Heizleistung, elektrische Aufnahme und COP unterscheiden

Die Heizleistung in kW beschreibt die gelieferte Wärme unter definierten Bedingungen. Die elektrische Leistungsaufnahme in kW beschreibt die dafür benötigte elektrische Leistung. Der COP ist das Verhältnis aus Wärmeleistung und elektrischer Aufnahme, sofern beide Angaben zum gleichen Betriebspunkt und zur gleichen Systemgrenze gehören. Ein COP gilt nicht automatisch für andere Außentemperaturen.

Ein rein rechnerisches Beispiel: 9 kW Wärme geteilt durch 3 kW Strom ergeben COP 3. Dies sind ausdrücklich keine Leistungswerte eines ECO-TEC-Modells. Bei realen Prüfwerten müssen Messmethode und berücksichtigte Hilfsaggregate geprüft werden.

Warum gilt der Modulationsbereich nicht automatisch bei Frost?

Bei Inverter-Wärmepumpen wird häufig ein Bereich zwischen minimaler und maximaler Leistung genannt. Dieser Bereich gilt für den angegebenen Betriebspunkt, nicht für jede Außentemperatur. So unterscheidet die Produktseite der ECO-TEC ECP123-UBV zwischen A7/W35 und A7/W55. Für eine Auslegung unter 0°C werden separate Leistungsdaten benötigt; eine Hochrechnung von +7°C ist keine ausreichende Grundlage.

Was ist SCOP, und warum dürfen wir keinen Wert annehmen?

SCOP beschreibt die saisonale Effizienz unter standardisierten Bewertungsbedingungen. Er unterscheidet sich vom COP an einem einzelnen Betriebspunkt. Bei Vergleichen sind das zugrunde liegende Klima, die Anwendungstemperatur und die technische Dokumentation entscheidend. Für ECO-TEC-Modelle wird kein SCOP angegeben, wenn er nicht ausdrücklich durch technische Unterlagen belegt ist. Zudem garantiert ein SCOP keinen bestimmten Jahresstromverbrauch im Einzelfall.

Checkliste für den Vergleich zweier Wärmepumpen

Merkmal Was prüfen? Warum?
Heizleistung Außenluft- und Wasseraustrittstemperatur Nur gleiche Prüfbedingungen sind vergleichbar
COP Betriebspunkt und Prüfverfahren Verhindert irreführende Effizienzvergleiche
Vorlauftemperatur Bedarf der Heizflächen bei Auslegungslast Bestimmt Eignung und Betrieb
Volumenstrom und Druckverlust Hydraulische Anforderungen Wichtig für die Integration
Stromversorgung Phasen, Stromstärke, Absicherung Vermeidet Installationsprobleme
Leistung bei Frost Heizleistung am Auslegungspunkt Zeigt die tatsächliche Deckung der Heizlast

Beispiel anhand veröffentlichter ECO-TEC-Angaben

Die Produktseiten ECP123-UBV und ECU149-SBY enthalten Leistungsangaben zu definierten Prüfbedingungen. Für ECU149-SBY wird außerdem ein Außentemperatur-Betriebsbereich ausgewiesen. Daraus allein folgt jedoch noch keine bestimmte Heizleistung bei der Auslegungstemperatur eines Gebäudes. Weder maximale Vorlauftemperatur noch minimale Betriebstemperatur ersetzen die Leistungsprüfung bei Frost.

Häufige Fragen

Reicht eine als 12 kW bezeichnete Wärmepumpe bei 12 kW Gebäudeheizlast?

Das lässt sich nicht aus dem Namen ableiten. Entscheidend sind die lieferbare Heizleistung bei der Auslegungsaußentemperatur, der notwendige Vorlauf und das gegebenenfalls vorgesehene Zusatzheizkonzept.

Ist ein höherer COP immer besser?

Nein. COP-Werte sind nur bei vergleichbaren Prüfbedingungen aussagekräftig. Weitere Kriterien sind die Heizleistung bei Frost, die Hydraulik und die Regelung.

Kann man aus einem Katalog-COP die Jahresstromrechnung berechnen?

Nicht zuverlässig. Gebäudeheizlast, Wetter, Vorlauftemperaturen, Abtauzyklen und Nutzung verändern den Strombedarf. Ein Einzel-COP ist kein saisonaler Durchschnitt.

Nächster Schritt: Mit dem ECO-TEC-Dimensionierungsrechner lässt sich die Heizlast zunächst abschätzen. Die endgültige Modellauswahl erfordert eine technische Prüfung. Dieser Artikel ersetzt keine Anlagenplanung.

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